Fußballregeln – Ein Buch mit sieben Siegeln?

Fußballregeln – Ein Buch mit sieben Siegeln?

Freistöße werden dankbar entgegengenommen

Schiedsrichter Volker Scherer hatte auf Einladung der Spielvereinigung Bamlach/Rheinweiler den Trainern, Betreuern und Funktionären eine unterhaltsame Lehrstunde im Clubheim geboten…

Schiedsrichter Volker Scherer hatte auf Einladung der Spielvereinigung Bamlach/Rheinweiler den Trainern, Betreuern und Funktionären eine unterhaltsame Lehrstunde im Clubheim geboten. Verbandsschiedsrichter Volker Scherer aus Fischingen war der Anfrage von Jugendleiter Armin Held gerne gefolgt und brachte den interessierten Gästen kurzweilig und realitätsnah die Fußballregeln näher. Dabei ertappten sich selbst gestandene Trainer und Betreuer dabei, dass sich doch so manche Wissenslücke im Regelwerk auftat. Wie lange dauern die jeweiligen Jugendspiele? Wann gibt es direkten, oder indirekten Freistoß? Wann darf ein Spieler eingewechselt werden? Fragen über Fragen! Scherer stellte aber auch die Organisation der Schiedsrichtergruppe Hochrhein dar und warb um Verständnis, dass bei rund 100 Spielen pro Wochenende, Schiedsrichtereinteiler Dieter Grethler viel Mühe hat, alle Matches mit Unparteiischen zu versorgen. Sonderwünsche sind da kaum möglich und so manches Lokalderby muss eben mit dem eingeteilten Referee vorlieb nehmen, obwohl die Vereine eventuell einen „Spitzenmann“ erwarteten. Dass es keine Unterschiede in der Spielleitung geben kann, ob es sich um ein Jugend-, oder Seniorenspiel handelt, ist für die Schiedsrichter selbstverständlich. Besonders den Jugendlichen gegenüber sei es geboten, genauso auf einen ordentlichen Platzaufbau zu achten, wie es für eine Aktivmannschaft der Fall ist. Es könne nicht sein, dass ein Strafraum, oder eine Mitteillinie nicht ordentlich oder gar nicht markiert wird. Die Ausführungen von Volker Scherer wurden immer wieder von Zwischenfragen begleitet, die der wortgewandte Referent gekonnt und mit Witz beantwortete. Eine Frage lautete, ob es einfacher sei, ein Kreisligaspiel oder ein Verbandsligaspiel zu pfeifen. Scherers Antwort: Während ein höherklassiger Spieler eine Freistoßentscheidung zu seinen Gunsten dankbar als mögliche Torchance aufnimmt, handelt sich der Kreisligaspieler eher eine Verwarnung ein, indem er erst noch über das Foul lamentiert und gar den Schiedsrichter oder Gegenspieler anpöbelt. Natürlich hat es der 12. Mann in den höheren Klassen auch durch seine Assistenten etwas einfacher, als der Kreisklassenschiri, der allein auf dem Rasen die kniffligen Entscheidungen zu treffen hat. Unter den Zuhörern war auch Schiri-Urgestein Karl-Frieder Weh aus Bamlach, der die Ausführungen seines Kollegen gespannt verfolgte und auch aus eigenem Erfahrungsschatz berichten konnte. Nach gut zwei Stunden war der Wissensdurst der Fußballer fürs Erste gestillt und Volker Scherer dankte den Anwesenden für die angeregte Diskussion. SPVGG-Jugendleiter Armin Held bedankte sich beim Referenten mit einem kleinen Präsent für den gelungenen Abend und warb in der Runde nochmals um Verständnis zwischen Schiedsrichter, Verband und Vereinen zum Wohle des Fußballsportes.