Ein Peloton voller Geschichten: Die „Alten Herren“ des FC Bad Bellingen erobern den Bodensee

Ein Peloton voller Geschichten: Die „Alten Herren“ des FC Bad Bellingen erobern den Bodensee

Konstanz / Bregenz – Wer sagt eigentlich, dass Fußballer nur auf dem grünen Rasen eine gute Figur machen? Die „Alten Herren“ (AH) des FC Bad Bellingen haben am vergangenen Wochenende den Ball gegen den Lenker getauscht und bewiesen, dass sie auch im Sattel ordentlich Meter machen können. Das ambitionierte Ziel der 13-köpfigen Truppe: Einmal rund um den Bodensee. Ein Trip, der in drei Tagen stolze 220 Kilometer auf den Tacho spülte – garniert mit sportlichem Ehrgeiz, jeder Menge Kultur und dem unbezwingbaren Teamgeist der Rheintäler.

Hier ist der Rennbericht einer außergewöhnlichen Mannschaftsfahrt.

Etappe 1: Grenzübertritte und Postkartenidylle am Untersee
Der Startschuss fiel in Konstanz. Am ersten Tag stand die Erkundung des malerischen „Untersees“ auf dem Programm. Das 13-Mann-starke Peloton rollte zunächst gemütlich ein, doch das erste fahrerische und visuelle Highlight ließ nicht lange auf sich warten: Das mittelalterliche Kleinod Stein am Rhein. Zwischen prächtigen Fachwerkhäusern und historischen Fassaden wurde die erste kurze Verschnaufpause eingelegt.

Über Radolfzell führte der Weg die fußballerischen Radsportler schließlich wieder zurück nach Konstanz. Ein perfekter Einroll-Tag, der Lust auf mehr machte und zeigte: Die Waden sind fit, die Stimmung ist prächtig.

Etappe 2: Drei Länder, ein Sundowner und die WM auf der Großbildleinwand
Der zweite Tag sollte zum Königshautnah-Erlebnis werden. Frühmorgens setzten die Bad Bellinger mit der Fähre von Konstanz nach Meersburg über. Ab hier hieß es: Kette rechts entlang des Nordufers. Vorbei an den Weinbergen in Friedrichshafen und der bayerischen Inselperle Lindau, überquerte die Truppe schließlich die Grenze nach Österreich.

Das Tagesziel Bregenz empfing die Radler mit Postkartenwetter. Und das Belohnungsprogramm nach den harten Kilometern im Sattel konnte sich sehen lassen:

Das Warm-up: Ein stilvoller Sundowner direkt am See.

Die Stärkung: Ein exquisites Abendessen im Bregenzer Segelclub, bei dem die verbrauchten Kalorien fachgerecht wieder hineingeholt wurden.

Das Finale: Public Viewing im Tennisclub Bregenz. In geselliger Runde wurde gefachsimpelt, gelacht und die Fußball-Leidenschaft gelebt – eben ganz so, wie es sich für echte „Alte Herren“ gehört.

Etappe 3: Der Endspurt auf der Schweizer Seite
Am dritten und letzten Tag hieß es noch einmal Zähne zusammenbeißen. Von Bregenz aus führte die Route die 13 Radler auf das Schweizer Ufer des Bodensees. Entlang der malerischen Uferpromenaden von Arbon und Romanshorn zog das Bellingen-Peloton im Gleichschritt durch die Schweiz.

Die Oberschenkel brannten vielleicht ein wenig, doch der Windschatten des Vordermanns und die Vorfreude auf das Finisher-Bier trugen die Truppe zurück zum Ausgangspunkt nach Konstanz.

Fazit: Ein eingespieltes Team – auch ohne Ball
Am Ende standen 220 Kilometer auf den Fahrradcomputern, drei durchquerte Länder und ein Haufen neuer Anekdoten, die wohl noch lange bei den kommenden Clubheim-Abenden im Rheinstadion erzählt werden. Die AH des FC Bad Bellingen hat gezeigt, dass Zusammenhalt und Sportlichkeit keine Frage des Alters oder der Sportart sind. Der Bodensee ist bezwungen – das nächste Abenteuer kann kommen!

(Bericht v. Martin Mössner)